Doch der Unmut über die "Pinkel-Maut" von damals 50, heute 70 Cent verging schnell. Selten vormals fand eine Regelung über alle ideologischen Lager hinweg deshalb so viel Anklang wie die temporäre Arbeitszeitverkürzung made in Germany. Neben anderen der Größten der Branche steht wohl bald im niedersächsischen Stade vor Gericht: Kai Schmidt (51), der einst bis zu 120 Toiletten deutschlandweit bewirtschaftete, soll laut Staatsanwaltschaft fast sechs Millionen Euro an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen hinterzogen haben. Wer legal eine Reinigungskraft beschäftigen möchte, landet zumindest in größeren Städten schnell bei Putzdienstportalen wie Book a Tiger oder Helpling, die allerdings nach unterschiedlichen Prinzipien arbeiten.